Schwebende Ohrstücke vereinen zwei Ziele:
- maximaler Tragekomfort
- Erhalt der notwendigen Abdichtung
[Abb. 82 Werkzeug] Für die Herstellung schwebender Ohrstücke benötigen Sie lediglich etwas Schleifpapier und einen Kegelfräser.
Je tiefer (erster Knick, zweiter Knick oder knöcherner Teil des Gehörganges) ein SE die Gehörgangswand berührt, desto unangenehmer ist das Tragegefühl für den Patienten. Dies liegt an der höheren Druckempfindlichkeit in den inneren Bereichen des Gehörgangs und der gleichzeitigen Bewegung des SE ́s beim Kauen und Sprechen.
[Abb. 83 Ausgangsotoplastik] Im folgenden Abschnitt macht es keinen Unterschied, ob Sie Mini-Otoplastiken oder konventionelle Ohrstücke (SE) optimieren möchten.
[Abb. 84 Markierung] Markieren Sie den Bereich, den Sie „schwebend“ fertigen möchten:
- Bereich hinter dem ersten Knick
- Bereich, den Sie nicht für die Abdichtung benötigen
Bei Mini-Otoplastiken sollten Sie maximal den vorderen Bereich (1/3) markieren.




[Abb. 85 Abstufung] Fräsen Sie mit einem schmalen Kegelfräser vorsichtig entlang Ihrer gezeichneten Markierung das Material ca. 1-3 mm ab.
Bei Mini-Otoplastiken (ohne eine Abstützung) sollten Sie nicht mehr als 1-2 mm entfernen, da sonst der Sitz der Plastik beeinflusst werden kann.
[Abb. 86 Schmirgeln] Anschliessend schleifen Sie das SE gleichmässig und gründlich ab. Achten Sie dabei darauf, dass die charakteristische Kante des schwebenden Ohrstückes erhalten bleibt.
[Abb. 87 Lakierung] Polieren oder lackieren Sie zum Abschluss das SE.
Besonders vorteilhaft ist das Lackieren mit einer antibakteriellen Beschichtung. Denn durch das Auftragen des Lackes wird der Gesamtdurchmesser des SE ́s erhöht und damit der durch das Schleifen entstandene Materialverlust ausgeglichen.


